Amprion erhöht Untersuchungsumfang für A-Nord

Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat den Umfang der in Frage kommenden Korridoralternativen für A-Nord noch einmal angepasst. Dabei bleibt das Anfang des Jahres vorgestellte Korridornetz gleich, auch am von Amprion favorisierten Vorzugskorridor ändert sich nichts. Jedoch wird das Unternehmen der Bundesnetzagentur aus dem bereits bestehenden Netz weitere Korridorvarianten zur näheren Untersuchung vorschlagen. Diese Erweiterung betrifft östliche Korridore, schwerpunktmäßig im Münsterland. Auch der Kreis Wesel, der Landkreis Emsland und die Grafschaft Bentheim werden von dieser Anpassung am Rande berührt.

Amprion reagiert damit auf zahlreiche Rückmeldungen aus den vergangenen Wochen, die unter anderem bei den Dialogveranstaltungen im Januar und Februar an das Projektteam herangetragen wurden. „Diesen Argumenten wollten wir Rechnung tragen und haben uns nach intensiven Überlegungen für diesen Schritt entschieden. Wir möchten aber gleichzeitig die klare Botschaft in die Regionen senden, dass unser Vorzugskorridor unverändert im Westen bleibt und weiterhin die aus unserer Sicht zu favorisierende Variante für die spätere Erdkabeltrasse ist“, sagt A-Nord-Projektleiter Klaus Wewering.

Amprion reicht Antrag Ende März bei Bundesnetzagentur ein

Ende März reicht Amprion den §6-Antrag auf Bundesfachplanung bei der Bundesnetzagentur ein. Die Bundesnetzagentur ist die Genehmigungsbehörde für das 300 Kilometer lange Gleichstromvorhaben A-Nord. Der erste Antrag enthält neben dem von Amprion vorgeschlagenen Vorzugskorridor auch dazu in Frage kommende Alternativen. Ziel der Bundesfachplanung ist es, zunächst einen 1000 Meter breiten Korridor für die spätere Erdkabeltrasse festzulegen. Die Entscheidung, welche Segmente dafür in Frage kommen und somit in den nächsten Monaten noch einmal tiefer untersucht werden müssen, liegt bei der Bundesnetzagentur. Ob sie dabei dem von Amprion vorgeschlagenen Korridornetz zustimmt, ist noch völlig offen. So ist es möglich, dass noch neue Varianten hinzukommen, oder dargestellte Korridore gestrichen werden.

Die Gleichstromverbindung A-Nord soll ab dem Jahr 2025 die größtenteils auf See erzeugte Windenergie in den Westen und Süden Deutschlands transportieren. Über die Leitung können zwei Gigawatt Leistung übertragen werden – das entspricht dem doppelten Bedarf einer Großstadt wie Köln.