Amprion startet Befliegung von A-Nord-Korridoren

Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion startet am Samstag, den 10. März, die Befliegung für die Gleichstromverbindung A-Nord. Sie ermöglicht es dem Unternehmen, genaue Luftbilder und ein 3D-Höhenmodell von den in Frage kommenden Korridoren zu erstellen. Die Maßnahme, die ein weiterer wichtiger Schritt bei der Suche nach der bestmöglichen Trasse ist, übernimmt die Hansa Luftbild AG aus Münster. Sie setzt dafür einen Hubschrauber ein, der an mindestens 24 Flugtagen im gesamten Projektgebiet in der Luft sein wird.

Die Befliegung startet zunächst im niedersächsischen Teil des Untersuchungsraums, wenn es das Wetter zulässt. Bei Regen, Nebel, Schnee oder tiefhängenden Wolken bleibt der Hubschrauber am Boden. Eine Flughöhe von 350 Metern ist erforderlich, um aussagekräftige Bilder und Daten zu erstellen. Beflogen werden der Vorzugskorridor und die in Fragen kommenden Alternativen, die Amprion der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur weiteren Untersuchung vorschlägt. Die BNetzA ist die Genehmigungsbehörde für die Gleichstromverbindung A-Nord.

Maßnahme dauert vier bis sechs Wochen

Für die Korridorvarianten in Niedersachsen hat die Hansa Luftbild mindestens zehn Flugtage vorgesehen. Nach und nach werden bis zu 50 Kilometer lange Abschnitte vier Mal abgeflogen, damit die Bilder auf 1000 Meter Breite entstehen. Dieses Breitenmaß entspricht dem der Trassenkorridore, die Amprion in dem ersten Schritt des Genehmigungsverfahrens untersuchen muss.

Drei Stunden, jeweils am Vormittag und am Nachmittag, wird der Hubschrauber bei geeignetem Wetter pro Flugtag in der Luft sein. Amprion schätzt, dass die Befliegung nach vier bis sechs Wochen abgeschlossen ist.

Die Gleichstromverbindung A-Nord soll ab dem Jahr 2025 die größtenteils auf See erzeugte Windenergie in den Westen und Süden Deutschlands transportieren. Über die Leitung können zwei Gigawatt Leistung übertragen werden – das entspricht dem doppelten Bedarf einer Großstadt wie Köln.